Reste-Verarbeitung

Habt ihr als Kind auch eine "Strickliesl" gehabt? Wir haben die selbst gebastelt, aus einer leeren Nähfadenrolle (die waren damals noch aus Holz) und vier Nägeln drauf.  Damit haben wir dann mit einer Stricknadel aus Wollresten bunte Schläuche gewerkelt. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass wir diese Schläuchen jemals zu etwas Sinnvollem weiterverarbeitet hätten.

Was ihr hier seht, sind genau solche Strickschläuche. Sie sind aus einem Berg von Wollresten (hauptsächlich Sockengarn) entstanden. Bernadette hat mit Hilfe ihres Partners Aad und ihrer Freundin Myriam diese Strickschläuche produziert. Allerdings mit einer modernen Variante der Strickliesl, einer sogenannten Strickmühle.

Und was ist jetzt damit passiert?

Bernadette ist damit an den grossen Webstuhl gegangen. Der steht in unserer Werkstatt im Kaplaneihaus in Münster. 

Auf diesem Webstuhl ist immer eine Teppichkette aufgezogen. 

Dort wurden die Strickschläuche nun verwebt, und zwar immer ein Schuss Schlauch abwechselnd mit einem Schuss Teppichwolle. 

Das Ergebnis ist wunderschön!

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Kommentare: 2
  • #1

    Ann Olsson Duc (Montag, 31 Januar 2022 09:19)

    Wunderschön in tolle Farben. Félicitations !
    Gute Idée für mich die meistens mit Baumwolle oder andere Material Flickenteppische webt.
    Ich will für die Mitglieder unsrer neue Webgruppe hier in Valais Central schauen.

  • #2

    Sonja (Montag, 31 Januar 2022 13:42)

    Super Idee und sieht toll aus.
    Da ist viel Arbeit dahinter.